Mittwoch, 28. November 2012

Satire - Weihnachten

damit es nicht so aussieht als wäre ich gestorben, hier meine Satire die wir für Deutsch schreiben mussten.



Weihnachten
Weihnachten das Fest der Liebe. So lautet das Motto des beliebtesten Feiertages in Deutschland, zumindest der beliebteste von allen Kindern. Schon Mitte Oktober leiten  die Supermärkte das ganze Spektakel mit Spekulatius und Lebkuchen ein. Man hört das stöhnen der Erwachsenen wenn sie diese Leckereien in den Regalen entdecken. Denn für diese Spezies ist es ein halber Albtraum. Die ganze Familie vereint in einem Raum. Lieblos ausgesuchte Geschenke die von Hand zu Hand gereicht werden. Die ganze vorherige Hetzerei durch die überfüllten Geschäfte auf der Suche nach einem Geschenk das Mami eine Freude bereiten könnte. Ziellos rennen tausende von verzweifelten Menschen in die Geschäfte. Viele Mutti’s rennen mit Tüten überfüllt durch die Straßen um auch ja noch das tollste und teuerste Geschenk für die lieben Kleinen zu bekommen. Doch auch die verzweifelten Männer sieht man deprimiert durch die Läden stapfen. Zu teuer, zu groß, zu klein, zu hässlich, zu glitzernd. Nie findet man das richtige und falls man denkt man hat es gefunden, gefällt es „ihr“ am Ende eh nicht. Die anderen, die gerade nicht am Geschenke suchen sind vertreiben sich die Weihnachtszeit auf dem Weihnachtsmarkt. Mit überteuertem Glühwein wird sich dann abgeschossen und an den Verkaufsständen das letzte Geld rausgeworfen. Wenn man mit den kleinen Monstern noch unterwegs ist wird der ganze Spaß noch viel kostspieliger. Dann wird mal eben für zwei Euro zwei Runden lang im Kreis um einen Weihnachtsbaum gefahren. Oder man gibt unzähliges Geld an den ganzen Süßigkeitsständen aus. Das Portmonnaie nimmt ab, der Rest nimmt zu. Doch das liegt nicht nur an den tollen Marktsüßigkeiten. Am Heiligabend gibt es in jedem Haus ein „Festessen“. Die einen Essen die letzte Gans, die anderen gebratene Thüringer Spezialität mit Kartoffelsalat und die anderen Essen einen tollen Fett triefenden Braten. Am Tisch dann die schlimmsten Gespräche die man führen kann. Mit Fragen wie, wie läuft es in der Schule oder an der Arbeit werden die Brut dann gequält.  Nachdem die ganze Familie zwei Kilo zugelegt hat stürzen sie sich auf die Geschenke die ungefähr 10 Kilo Geschenkepapier-Abfall abgeben.  Wenn klein Hänschen dann von Omi die tollen selbst gestrickten Socken auspackt, ist der Abend erst recht gelaufen. Oder es kommt noch schöner. Papa stürzt sich voller Freude auf die Geschenke von seinem Sohnemann und im nächsten Moment ist die Hälfte kaputt. Der Kleine weint und die Ehefrau ist stink sauer. Doch danach folgt ja noch das schönste. Die Kleine kommt mit ihrer Gitarre und die ganze Familie singt Weihnachtslieder. Wenn die Nachbarn dann jedes Jahr wieder wegen Lärmbelästigung die Polizei rufen, findet man noch ein paar die sich den ganzen Spaß mit antuen können.  Doch im Mittelpunkt des Raumes steht ein weiterer überteuerter Verkaufsschlager. Der Tannenbaum. Entweder wird er in manchen Familien schon im Mai gezüchtet. Oder in besonders speziellen am letzten Tag vor Weihnachten gekauft. Dann rennt Papa ganz durchgeschwitzt zum Bäumchenhändler und kauft das letzte total runtergekommene Stück für einen unverschämt teuren Preis. Das ganze Ding ist dann so hoch, dünn und schmal aber trotzdem total schwer, dass er sich als er das geschätzte Stück vom Auto ins Haus manövriert noch fast einen Hexenschuss holt. Am Vorweihnachtsabend liegt dann Papa von Schmerzen gequält auf dem Sofa mit seiner Herzdame. Diese schaut ganz vergnügt mal wieder, wie die letzten 5 Jahre zuvor, denselben kitschigen Weihnachtsfilm. Vom Kinderzimmer aus strömt ganz vergnügt ein „Alle Jahre wieder“. Tja, so ist das wohl, unser Fest der Liebe. Am schönsten ist doch die Zeit danach, wenn man mit den Kassenzetteln in alle Läden zurückströmt und die ganzen Geschenke in die Dinge umtauscht, die man sich wirklich gewünscht hat.

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